Man sieht es schon von weitem: Rent a plant, steht auf den Lastwägen, die auf dem Gehsteig vor der Staatsbibliothek parken, und tatsächlich, viele süße kleine exakt kegelförmig zugeschnittene Buchsbäumchen werden da gerade hineingetragen. Das Fahrrad an der gewohnten Stelle abzustellen, ist heute nicht drin, wird wegen Abendveranstaltung enfernt steht da auf dem sauber laminierten Ausdruck. Umwege auch im Inneren, das Foyer von gerafftem goldenen Satin verdunkelt, der rote Teppich schon halb die breite Treppe hinauf ausgerollt, und jede Menge Techniker. Oben, im der Vorhalle zum Lesesaal werden gerade Buffett und Klavier aufgestellt. Heute gelten sie nicht, die Schilder mit dem mahnenden Ausrufezeichen: Dies ist ein Arbeitsplatz, reden und mit dem Handy telefonieren streng verboten.
Alles wie immer nur eine Frage der Bezahlung. Auch dieser Arbeitsplatz ist aufkaufbar.
Drinnen im Lesesaal dafür wie immer kein Sitzplatz. Mit dem schweren Folianten auf den Knien auf der Treppe sitzen, Idealzustand der historischen Wissenschaft.
ET

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