Nach einem sehr arbeitsintensiven Tag träumte ich von einem Obstgeschäft. Es befand sich in dem sehr kleinen Ort, in dem ich aufgewachsen bin, in den Räumlichkeiten, die in Wirklichkeit ein etwas altbackenes Textilgeschäft beherbergen. Meine Großmutter kaufte dort ihre Kittelschürzen.
Nun, im Traum war daraus ein schicker, durchgestylter Obstladen geworden. Alles war bio und basic und smooth, und ich fragte, mich, wer hier wohl einkaufen sollte, zwei Meilen hinter dem Mond. Nun ja, an der Theke stand eine Verkäuferin, die mich davon überzeugen wollte, in meinem Freundeskreis für ihr ausgeklügeltes Rabattkarten-System Werbung zu machen. Dabei sprach sie mich die ganze Zeit an, als ob ich ein Mann wäre. Ich trug eine große Sonnenbrille und ging mit meinem Gesicht ganz nahe an ihres heran, bis sie begriff, dass ich kein Mann bin. Trotzdem blieb ich sehr unfreundlich zu ihr und fühlte mich gut dabei.
In dem Laden einzukaufen war nicht so einfach. Alles war in durchsichtigen Schütten und automatenähnlichen Vitrinen, und immer musste man irgendwelche Riegel bedienen, die sich danach nicht mehr zurückdrehen ließen. In pyramidenartigen Formationen ergossen sich Pistazien, Orangen und kleine runde Avocados auf dem Boden.
Ich wollte einen Grünkohl kaufen, aber alle Kohlköpfe waren so groß, dass ich nicht einmal gewusst hätte, wie ich sie nach Hause tragen sollte.
Später kam auch A. dazu, und wir fuhren durch eine Gebirgslandschaft in einer Art Bus oder Lkw. Auf meinem Schoß saß ein dicker Junge von etwa acht Jahren, den ich zwar nicht kannte, aber A. Der Junge erzählte mir von einer Schulaufgabe, in der er eine Drei bekommen hätte, und A. und ich reichten eine durchsichtige Tüte mit dünnen Crackern zwischen uns hin und her.
Das war das Detail, das A. zum Lachen brachte, als ich ihm heute morgen nach dem Aufwachen davon erzählte.