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Heute wieder einmal Dogma Food.
Gemüse fast wie aus dem eigenen Garten (bisschen Phantasie, na, geht doch), und die Köchin hat das blaue Kleid an, das nur an ganz heißen Tagen einmal herausgeholt wird.
v.l.n.r.: gelbe Linsen, Fenchel, Knollensellerie, Karotte, Zucchini, Stangensellerie. Außerdem Pfeffer, süßer Paprika, Kümmel, Tomatenmark. Und das Salz natürlich ganz zum Schluss, wenn’s schon weich ist.
So, dann klaube ich mal aufgrund akuten Prokrastinationsbedürfnisses Frau Anskus Stöckchen auf.
Nudelsalat.
Was hinein gehört: Bavette oder dünne Spaghetti, am liebsten Vollkorn (zur Not oder aus praktischen Gründen auch kleinteiligere Nudeln). Klein geschnittene Tomaten, am liebsten Datteltomaten. Salz, Pfeffer, frisch gewiegtes Basilikum (viel davon). Wenig Ölivenöl und viel Balsamico.
Ideal: Wenn die Nudeln noch heiß sind und die restlichen Zutaten kalt, dann ist das Resultat wunderbar lauwarm.
Was man noch machen kann: Shrimps, Krebsfleisch, Avocados oder Sesamkerne dazu geben.
Was niemals hineingehört: Mayonnaise und Käse (mag ich einfach nicht).






Das ist drin: Quark, Rapsöl, Eier, Vollkornbrösel, Mehl, Speisestärke, Zucker Vanillezucker (richtiger), Weinstein-Backpulver, Milch, Kakaopulver (entölt), Caotina.
Edit: Ach so, und Kirschen natürlich, aus dem Glas. Sieht man ja.
Immer mal wieder spiele ich mit dem Gedanken, auch einmal etwas übers Kochen zu bloggen. Ich hab meine Finger unwahrscheinlich gerne im Teig oder auf dem Schneidbrettchen, und auch für die ästhetischen Implikationen bin ich nicht unempfänglich, frei nach Peter Jenny nehme ich die Küche nicht nur als Zweckraum, sondern auch Wahrnehmungswerkstatt.
Aber: Ich kann nicht mit Rezept. Entscheidende Jahre meiner Kindheit und Jugend verbrachte ich in einem bayrischen Landgasthaus, wo ich durch die harte Schule des „Bayrischen Kochbuchs“ ging. Irgendwann hat man den Kanon der wichtigsten Grundrezepte verinnerlicht, und mehr braucht es nicht. Alles andere lässt sich davon ableiten. Auch ganz und gar Unbayerisches.
Ich rühre also und schätze ab und probiere, und irgendwann einmal sind Farbe, Form, Konsistenz, Geschmack und Gewichtung der einzelnen Bestandteile in Ordnung. Manchmal kommt am Schluss etwas anderes heraus, als am Anfang geplant war. Ich habe weder ein Handrührgerät noch eine Küchenwaage. Das geht fast nie schief. Ich gebe zu, komplizierte Soufflées und dergleichen würden auf diese Weise vielleicht nicht funktionieren, aber so etwas ist mir ohnehin zu maniriert. Auch bei Kuchen oder Aufläufen ist es manchmal ein bisschen spannend. Aber auch bei genauester Befolgung des neuesten Moderezepts soll es schon Einstürze gegeben haben, zumal da sowieso immer etwas dabei ist, was man nicht hat, mag oder besorgen kann und deswegen durch etwas anderes ersetzt. Und schon ist man wieder bei meiner Methode angekommen.
Ich koche also ohne Drehbuch, und es gibt auch hinterher kein Script zum Nachlesen oder Reproduzieren. Alles total authentisch.
Coming soon.
