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Ich finde, die ganz großen Schokoladen-Osterhasen von Li.ndt (die, auf denen „von Hand gewickelt“ draufsteht) sehen aus wie eine gemeine Idee von Jeff Koons.
Sobald die Kälte anfängt, in die Finger zu kriechen, wird das mit der wissenschaftlichen Laufbahn nicht unbedingt leichter.
Gerade gesehen: Let’s make Money von Erwin Wagenhofer.
Das ungute Gefühl, das man irgendwie auch vorher schon hatte, zum Beispiel beim Kauf von fünf T-Shirts zu je 4,99 Euro, es ist jetzt konkret geworden.
Lange sind die Szenen, in denen es sich um die Produktion von Produkten handelt, die wir alle kennen, täglich benutzen, von denen wir jetzt erfahren, wo sie herkommen. Es ist eine gewohnte Ikonographie: was als geniale Idee irgendwann in der Sendung mit der Maus begonnen hat und seit Jahren zum Produktplacement in sogenannten „Wissenssendungen“ verflacht ist, wurde hier endgültig und viel hintergründiger seiner Unschuld beraubt: Man muss sie mitdenken, die Hände, die die Nähte der billigen T-Shirts herstellen, die Verwüstung, die die Baumwoll-Monokultur in ganzen afrikanischen Landstrichen erzeugen, die Kinder, die Schüsseln voller Steine auf ihren Köpfen balancieren.
Und wenn man sie mitdenkt, dann bleibt die Frage, auf die sich alles immer mehr zuspitzt: Wie sollen wir leben, nach solch einem Verlust der Unschuld?
Einfach mal so behauptet:
Ein Kuchen kann Subversion sein oder zumindest eine Stellungnahme. Und Mag.gi ist wie Analphabetismus.
ET
