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Das gehört vielleicht auch in die von Frau Ansku so originell bestückte Rubrik Unnützes Wissen, aber manchmal ist es schon merkwürdig, wie sich plötzlich zwei ganz unterschiedliche historische Perspektiven zusammenschieben und Dinge, die man eigentlich, getrennt an unterschiedlichen Orten des Gedächtnisses schon immer irgendwie wußte, an einem tatsächlichen Ort zusammenfallen:
Zum Beispiel, dass das Hotel Beau Rivage in Genf Schauplatz des Todes  von Uwe Barschel und außerdem auch von Kaiserin Elisabeth von Österreich war.

Manchmal denke ich, ich wäre auch gerne eine etwas unförmige Dame mittleren Alters im Leopardenkunstfell. Ich würde dann auch meine zwei weißen Rassepudelchen durch den Park bei der Neuen Pinakothek führen, auf und ab als gäbe es kein Morgen. Das mit dem Ehrgeiz und den Lebenszielen hätte sich längst erledigt, wahrscheinlich würde ich das Geld von meinem früh Dahingeschiedenen oder auch nur Geschiedenen verbrauchen, oder vielleicht hätte ich auch dieses unspektakuläre aber geräumige Mietshaus hinter der Kunstakademie geerbt und wäre also deshalb: unabhängig. Ich würde jeden zweiten Tag in den überteuerten art-deco-Second-Hand und  Möbelläden zwischen Barer- und Amalienstraße hin- und herkreuzen und kleine kitschige Dinge kaufen.
Abends würde ich vor dem Spiegel ein wenig seufzen und dann an das Schächtelchen mit dem Millefoglie-Gebäck vom Kreutzkamm gehen oder an die Pralinen von Elly Seidel. Schließlich könnte ich mir auch die gut geschnittenen und bequemen Sachen von Kandis und Kandismann leisten, oder das eine oder andere Leopardenfell. Die besten Zeiten wären so und so vorbei, und was Prokrastination ist, das wüsste ich nichts, und deswegen hätte ich gar keine Idee davon, wie es dieser jungen, vom Bildungsaufstieg ermüdeten Doktorandin geht, die einen Aufsatz schreiben soll, deren Kopf aber einfach nichts mehr aufnimmt heute, der jedes Geräusch im Lesesaal zu viel ist und die deshalb mit dem aufgeschlagenen Buch auf der Parkbank sitzt und die das schlechte Gewissen vom Nichtstun ebenso auslaugt wie das Lesen von Texten über neoplatonische Geometrie, und die deshalb in Wirklichkeit gar nicht liest, sondern zwei kleinen weißen Hunden hinterherschaut.
So wäre das.

Von A. habe ich zum letzten Weihnachten einen Fotokalender bekommen. In manchen Monaten sind Fotos eingeklebt, auf denen ich selbst zu sehen bin. Oft sind das Bilder, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt und die mich unvermittelt an einen Ort, in eine Situation des vergangenen Jahres zurückbringen. Das Augustbild zeigt mein Gesicht recht großformatig, und wenn man es nicht weiß, wo es aufgenommen ist, dann fragt man sich wahrscheinlich, warum ich ein grünes Kopftuch trage. Ich weiß, dass ich auf dem Minarett der Ibn Tulun Moschee stand und mich sehr wohl fühlte in diesem Moment. Trotzdem irritiert es mich ungemein, dass mein eigenes Gesicht mich anschaut, jedes Mal, wenn ich den Kopf nach rechts wende.

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Verbaut uns nicht die Bildung. 46 Mio. für Brandhorst vs. Raummangel an der LMU.

p3220980Fundort: Kaffeehaus in Braunau/Oberösterreich, rechts neben der Toilettentür.
Kennzeichen: Namen, Nummern, Kleingeldschlitze.
Verwendungszweck: unbekannt.

Neulich mit Freunden in Israel geskypt, how was New Year’s Eve?
Dass wir hier nach Verzehr einer großen Forelle vom geschlossenen Fenster aus das Feuerwerk betrachtet haben, weil Temperaturen unter -10 Grad uns nicht in die Nacht hinaus lockten, wird durchaus als ausnahmezustandswürdig betrachtet. You should come here, the weather is good this winter.
And how was yours? Es wird die Spezialität eines Jerusalemer Restaurants beschrieben, a dumpling filled with meat of some sort. It was kind of good, but in a strange atmosphere because of the situation around here. You know what I’m referring to?
Konkreter wird’s nicht, und wozu auch. Yael liest seit zehn Jahren (also ungefähr seitdem sie erwachsen ist) keine Zeitung, und Shira ist immer auf dem Sprung. Nepal, Indien, Südamerika. Reiner Zufall, dass ich sie jetzt gerade in Tel Aviv antreffe.
And what are you guys doing there today?
We’re having chocolate. All sorts of things. Caramel and nuts and rosewater. I think I’m almost a bit stoned by all the cocoa.
Einfach eine Wirklichkeit.